Große Resonanz zum 18. Neujahrsempfang der SPD in der Gemeinde Giesen

 
Foto: JAHU_2018
 

Große Resonanz zum 18. Neujahrsempfang der SPD in der Gemeinde Giesen

Ärztemangel oder ein Problem der Verteilung? Die ärztliche Versorgung im ländli-chen Raum stand als Thema im Mittelpunkt der schon traditionellen Begegnung zum Jahresbeginn in Giesen

 

Die SPD in der Gemeinde Giesen hatte Vereine und Verbände zu ihrem 18. Neujahrsempfang ins Rathaus eingeladen. Der Vorsitzende Iris Siekiera dankte allen Anwesenden für ihr ehrenamtliches Engagement in vielfacher Hinsicht und begrüßte die Leiterin des Gesundheitsamtes Frau Dr. Hüppe, Herrn Löffler und Herrn Dr. Gerdes von der Internistischen Hausarztpraxis Giesen zu diesem Zukunftsthema als Referenten.

Frau Dr. Hüppe stellte sehr deutlich klar, dass die medizinische Versorgung mit der Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl von Fachkräften, insbesondere von Ärztinnen und Ärzten steht und fällt. Anschaulich erläuterte sie die Versorgungsplanung und deren zukünftige Entwicklung in unserer Region. Diskrepanzen in der Arztversorgung lägen nicht nur im Mangel an Ärztinnen und Ärzten begründet sondern das Problem läge in der Verteilung der ärztlichen Versorgung. Das sei unter anderem dem demografischen Wandel bei den Patienten aber auch bei den Ärzten selbst geschuldet.

Einblick in den Berufsalltag einer Hausarztpraxis gaben Herr Ingo Löffler und Herr Dr. Stefan Gerdes von der Internistischen Hausarztpraxis Giesen. Da es nicht zu erwarten sei, dass schnell ausreichend Ärzte für die ambulante Versorgung im ländlichen Raum zur Verfügung stünden, müssten neue Wege gegangen werden. Daher sei gerade im ländlichen Raum z.B. die Vernetzung der vorhandenen Hausärzte von zentraler Bedeutung.

Die Attraktivität des Niederlassungsortes für junge Ärzte müsse gesteigert, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen, Praxisstrukturen an die Bedürfnisse junger Ärztinnen und Ärzte angepasst und z.B. Notdienste so organisiert werden, dass individuellen Ansprüchen Rechnung getragen werden kann.

Am Beispiel der eigenen Praxis stellten Löffler und Gerdes eine Vielzahl von Handlungsoptionen und Anregungen dar, die alle ein Ziel haben: Die ärztliche Versorgung auf dem Lande langfristig zu sichern. Mit Frau Dr. Hüppe war man sich einig, dass eine vorausschauende Betrachtung in Verbindung mit einer mittel- und langfristig angelegten Planung Grundlage für jedes Konzept sei. Auch die Kommune und die politisch Verantwortlichen müssten dieses bei ihrem Handeln mit berücksichtigen und trügen auch Mitverantwortung am Gelingen.

Die sich aus dem Publikum anschließenden Fragen zeigten, dass der Bedarf nach Informationen hoch ist.

Iris Siekiera bedankte sich im Namen des SPD Ortsvereins bei den Referenten. „Wie wir gesehen haben, dieses Thema kann einen Abend füllen und die SPD wird es noch einmal aufgreifen und einem größeren Publikum in der Gemeinde zugänglich machen.“ so Siekiera.

Dank galt auch den fleißigen Helferinnen und Helfern, die mit ihren vorbereitenden Arbeiten wieder für eine gemütliche Atmosphäre für die Begegnung im Rathaus gesorgt hatten.

180121 Neujahrsempfang 2Foto: JAHU_2018

oben v.l. Iris Siekiera, Frau Dr. Hüppe
Herr Dr. Gerdes, Herr Löffler

 

 


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